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NGC 6951 / NGC 6952 – eine ferne Spirale hinter dem Staub der MilchstraßeHDR 4,8×SDR

NGC 6952

NGC 6951 / NGC 6952 – eine ferne Spirale hinter dem Staub der Milchstraße

Die Galaxie leuchtet wie eine kleine Insel zwischen graubraunen Wolken. Oberhalb ziehen sich zarte Schleier durch das Sternfeld, unterhalb und rechts verdichten sie sich zu breiteren, unregelmäßigen Strukturen. Der weiter gefasste Bildausschnitt gibt diesem schwachen Licht Raum: Neben Balken und Spiralarmen wird nun auch der Staub sichtbar, durch den wir auf NGC 6951 blicken.

Zwei Entfernungsebenen in einem Bild. Die ausgedehnten Wolken gehören zum galaktischen Cirrus unserer eigenen Milchstraße. Staubkörner streuen das Licht der Sterne und werden dadurch als sehr lichtschwache, flächige Schleier sichtbar. Die Galaxie liegt weit dahinter, im Kepheus, nach der Entfernungsangabe von ESA/Hubble rund 70 Millionen Lichtjahre entfernt. Dass Wolken und Spirale im Bild ineinanderzugreifen scheinen, entsteht durch ihre gemeinsame Blickrichtung. Die großflächigen Schleier sind keine von NGC 6951 ausgestoßenen Materieströme.

Staub davor – und Staub darin. Innerhalb der Galaxie zeichnen schmalere dunkle Bahnen die Sternscheibe nach. Sie gehören zu NGC 6951 selbst und heben sich durch die Abschwächung des dahinterliegenden Sternlichts ab. Der Vordergrundcirrus reicht dagegen weit über ihre sichtbare Scheibe hinaus. Gerade der Wechsel zwischen der kompakten Spirale und den ausgedehnten Wolken macht die räumliche Tiefe dieser Ansicht aus. Schon Untersuchungen der Supernova SN 2000E beschrieben galaktische Cirruswolken auf tiefen Aufnahmen dieses Feldes.

Ein Balken speist das Zentrum. Die gelblich helle Mitte ist länglich, die ausgreifenden Arme wirken bläulich bis rosig. Der Sternbalken kann Gas nach innen lenken. Hochauflösende Hubble-Aufnahmen zeigen dort einen kleinen Ring intensiver Sternentstehung. Er liegt im innersten Bereich der Galaxie und ist viel kleiner als die hier auffälligen Spiralbögen; in dieser Aufnahme geht er in der hellen Zentralregion auf. Die Farben von Mitte und Armen spiegeln unterschiedliche Sternpopulationen wider, werden aber auch durch Staub und die Bildbearbeitung geprägt.

Zwei Nummern, ein Objekt. NGC 6951 und NGC 6952 bezeichnen dieselbe Galaxie. Der Doppelname meint also kein Galaxienpaar. Das eigentliche Gegenüber dieser Fassung liegt im Vordergrund: Mit den ergänzten Newton-Daten und dem größeren Ausschnitt tritt die staubige Umgebung stärker hervor, während der Detailausschnitt den Blick zurück auf Balken und Arme lenkt.

Wo am Himmel

DenebSadrAljanahFawarisAlbireoIC1396ANGC7380NGC 7226sh2-157Sh2-129 / Ou4NGC 6946NGC 6952
Schwan — 7 Einträge auf 30° Bildbreite

Das Rechteck ist das echte Bildfeld dieser Aufnahme, mit gemessener Drehung — kein Symbol. Die Sternbildfigur und die Sternpositionen stammen aus SIMBAD.

In dieser Region liegen 7 Einträge auf 30° — ein Klick auf ein Feld wechselt dorthin.

Ausschnitte

NGC 6951 – Balken und Arme hinter dem Staubschleier4 Objekte — zeigen

Spirale und Vordergrundstaub

NGC 6951 – Balken und Arme hinter dem Staubschleier

19,1′ × 7,2′·20h 37m 14.10s +66° 06′ 20.3″

Der Ausschnitt rückt die Galaxie näher heran und lässt zugleich einen Teil der schwachen Wolken um sie stehen. Um die helle, längliche Mitte ziehen sich zwei ungleichmäßig helle Spiralbögen; dunkle Staubbahnen gliedern die innere Scheibe. Die ausgedehnten Schleier außerhalb der Spirale liegen dagegen im Vordergrund unserer Milchstraße. Die Strukturmarker verweisen auf das Zentrum und zwei Armabschnitte von NGC 6951, nicht auf eigenständige Galaxien oder die Grenzen der Cirruswolken.

Aufnahme und Bearbeitung

Aufnahme. Die aktuelle Fassung kombiniert Daten des Askar 120APO bei 840 mm mit Aufnahmen des GSO-Newton 200/800, jeweils mit der ZWO ASI585MC Air in Breitband. Die eingebettete Aufnahmeprovenienz nennt 28 Lights mit insgesamt 1 h 17 min: 6 × 120 s + 7 × 300 s aus dem bisherigen Bestand und ergänzend 15 × 120 s. Der dokumentierte Aufnahmezeitraum reicht vom 9. bis 18. September 2026, Standort Friedrichsdorf, Gain 200. Die zusätzliche Newton-Beteiligung ist vom Fotografen bestätigt.

Kombination und Bildwirkung. Die Provenienz führt die Zusammenführung unter dem Lauf 20260919-ngc6951-combined-v1 als rauschgewichtete Kombination integrierter Daten verschiedener Instrumente. Die neue Bearbeitung arbeitet die schwachen Staubschleier deutlicher heraus und zeigt einen weiter gefassten Ausschnitt. Die Gesamtbelichtung beschreibt die Summe der eingebrachten Aufnahmen; durch die Gewichtung tragen sie unterschiedlich stark zum Ergebnis bei. Der gemeinsame Pixelmaßstab ist das Raster der kombinierten Fassung und lässt sich nicht als Brennweitennachweis für beide Teleskope lesen.

Bildfeld. Die kuratierte Datei misst 4851 × 3233 Pixel. Ihre eigene astrometrische Lösung ergibt 0,3553″/Pixel und ein Bildfeld von 0,479° × 0,319°, entsprechend rund 28,7′ × 19,1′. Damit zeigt sie etwa die dreifache Himmelsfläche des bisherigen engeren Ausschnitts. Die Lösung beruht auf 88 Referenzsternen bei einem RMS von 0,19″. Die AVIF-Datei enthält eine HDR-Gain-Map.

Overlays. Katalogpositionen und bestehende Strukturmarker werden mit der Lösung dieser Bildfassung projiziert. Die Marker an Zentrum und Armen dienen der Orientierung; sie messen keine Objektgrenzen. Den großflächigen Vordergrundstaub beschreibt der Artikel als galaktischen Cirrus, ohne einzelnen Wolken ungesicherte Katalogbezeichnungen oder Entfernungen zuzuweisen.

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