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Ein Garten, zwei Teleskope

Diese Galerie entsteht in einem Garten in Friedrichsdorf am Taunusrand — kein dunkler Himmel, sondern Bortle 5 bis 6 mit dem Lichtschein des Rhein-Main-Gebiets im Süden. Was hier zu sehen ist, ist unter genau diesen Bedingungen entstanden, mit Geräten, die in eine Autoladefläche passen.

Die Teleskope

Der größere Teil der Deep-Sky-Aufnahmen kommt heute von einer RedCat 71 mit einer ASI2600MC Air — ein kurzes Astrographen-Objektiv mit großem Bildfeld, ideal für ausgedehnte Nebelkomplexe wie den Schwan oder den Nordamerikanebel.

Für kleinere Bildfelder kommt heute der Askar 120APOmit 840 mm Brennweite und einer ASI585MC Airhinzu, etwa bei NGC 891 und NGC 6946.

Der GSO 8-Zoll-Newton mit 800 mm gehört ebenfalls zur Aufnahmegeschichte: Historische Bilder von Orion, Ringnebel, Mond und Jupiter stammen von diesem System, teils mit einer modifizierten Canon-DSLR. Im aktuellen M-33-Mosaik ist links noch ein Newton-Panel enthalten; der überwiegende Teil stammt vom Askar.

Dazwischen liegen Jahre Pause. Der Wiedereinstieg in diesem Jahr lief über ein kleines automatisches Teleskop, das ohne Ausrichten und ohne Kabel auskommt — nützlich, um wieder anzufangen, aber keines der hier gezeigten Bilder trägt es allein.

Was an diesen Bildern gemessen ist

Jede Aufnahme wird astrometrisch gelöst: Aus den Sternen im Bild entsteht eine echte Himmelskoordinate für jeden Pixel. Erst dadurch sitzen die Kreise und Namen in den Überlagerungen auf Katalogpositionen und nicht auf Vermutungen — und deshalb weiß der Himmelsnavigator auch, wo jedes Bildfeld wirklich steht. Bildmitte, Bildfeld und Rotation unter jeder Aufnahme sind gemessene Werte, keine Schätzungen.

Die Farben sind eine andere Sache und werden nirgends als Messung ausgegeben. Ein Duo-Band-Filter lässt nur zwei Linien durch; was daraus wird, ist eine bewusste Zuordnung. Wo eine Aufnahme so entstanden ist, steht es dabei.

Warum es Texte dazu gibt

Ein schönes Bild beantwortet keine Frage. Zu jedem Eintrag gehören deshalb Ausschnitte, die zeigen, was sich lohnt, und ein Text, der sagt, was man da sieht. Die Wissensartikel stehen daneben und erklären die Mechanik einmal richtig — vom Wasserstoff über die Ionisationsfronten bis zur Technik und zum Lucky Imaging.

Deutsch ist die Fassung, in der alles zuerst entsteht; Englisch und Französisch folgen. Wo eine Übersetzung noch fehlt, steht der deutsche Text mit einem Hinweis — lieber lesbar als leer.

Kontakt

Andreas Fink, Friedrichsdorf. Anschrift und Kontakt stehen im Impressum.